Kirchengemeinde Langenholzhausen
Kirchengemeinde Langenholzhausen

23.05.2020

Alles neu macht der Mai - oder so ähnlich

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher der Seite,

gibt‘s was Neues? Ja, meine ich. Wir müssen nur bereit sein, es zu entdecken. Neugier hilft dabei, ist aber nicht alles. Schauen Sie dazu den kurzen Samstagsimpuls.

Dieses vorab: die aktuelle Krise ist auch hierfür eine Chance:
https://youtu.be/znOq6ciBKLA

In diesem Sinne: Bleiben Sie auch in der Krise neugierig und gespannt
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

 

20.05.2020

Himmelfahrt - und weg?

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher der Seite,

was bedeutet für Sie Himmelfahrt – gerade in diesem Jahr, wo alles ganz anders ist als sonst? Da, wo wir vorher Gott gesehen haben, ist niemand mehr. Kennen sie das? Vom Segen des Aushaltens handelt der kurze Mittwochsimpuls:
https://www.youtube.com/watch?v=-6GiYpPPGkw

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Himmelfahrtstag!
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

16.05.2020

Gebet für die Krise. Lieber kurz als gar nicht.

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher der Seite,

beten Sei weiterhin treu das ausführliche Gebet, das uns am 24. März angeboten wurde? Bringen Sie die Situation in eigenen Worten vor Gott? Das ist wunderbar!
Falls Ihnen das nach der langen Zeit mittlerweile schwerfällt, machen Sie sich keine Vorwürfe und bleiben Sie trotzdem dran. Vielleicht hilft Ihnen dabei dieses kurze Gebet. Sie können es jederzeit mit eigenen Worten ergänzen:

"Herr Jesus Christus, in aller Schlichtheit bringen wir die Menschen vor dich, die von der Krise besonders betroffen sind:

  • Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die aktuell um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten
  • Eltern, die sich mit der alleinigen Betreuung ihrer Kinder überfordert fühlen
  • Menschen, die mit der alleinigen Pflege der Eltern an ihre Grenzen geraten
  • Alte Menschen, die unter der erzwungenen Einsamkeit leiden
  • Ärztliches und Pflegepersonal, das besonders herausgefordert ist
  • Politiker, die für uns alle um den richtigen Weg ringen und darin vielfachen Anfeindungen und Verdächtigungen ausgesetzt sind
  • Menschen, die so verunsichert sind, dass sie sich in Verschwörungstheorien flüchten
  • Völker und Nationen weltweit, deren Leben ohnehin durch Armut und Unsicherheit geprägt ist und die der zusätzlichen Bedrohung hilflos ausgesetzt sind
  • Uns selber, die wir unter der Unsicherheit leiden, wie es weitergeht

Danke, dass du uns kennst und uns besser verstehst, als wir uns selber verstehen. Bitte führe uns, unser Land und die ganze Welt gut durch die Krise!
Amen!"

Im Gebet und in der Gelassenheit des Glaubens verbunden grüßt Sie herzlich
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

13.05.2020

Immer das neue Lied ...

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher der Seite,
hier mit etwas Verspätung mein Impuls zum Sonntag Kantate:
https://www.youtube.com/watch?v=CyKK7TirLok&t=2s.
Lieder in der Coronazeit? Jetzt erst recht!

In diesem Sinne grüßt herzlich
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

 

 

09.05.2020

Sorgen sind Aufgaben

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leser und Zuschauer!

„Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch“ (1.Petr.5,7). Klingt schön, ist aber nicht so einfach. Ich lade Sie heute ein, diese Zusage

als Aufgabe anzunehmen :https://www.youtube.com/watch?v=DYNMh5q-41g
Sind Sie dabei?

Ihr
Pfr. Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

 

06.05.2020

Glauben heißt durchhalten

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser!
„Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon“ sagt die Kanzlerin zur Bewältigung der Corona-Krise. Trotz erster Lockerungen ist also Durchhalten angesagt. Ich meine: Das sollte uns als Christen leichter fallen als anderen, und es ist zugleich ein gutes Training für den Glauben. Dazu einige Gedanken von meiner Rudermaschine: https://www.youtube.com/watch?v=Y53IwWYCfNg&t=17s

Bleiben Sie also dran und halten sie durch.
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

02.05.2020

Gottesdienst feiern, aber richtig.

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,
bald haben wir es hoffentlich geschafft und können wieder Gottesdienst gemeinsam in der Kirche feiern. Aber warum eigentlich? Was macht einen Gottesdienst aus und wie prägt er unser Leben?

Dazu teile ich einige Anregungen mit Ihnen: https://www.youtube.com/watch?v=HHlXOn05Mxg

Bis wir uns übers Internet und dann "richtig" wiedersehen grüßt Sie 
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

 

29.04.2020

Demut auf allen Seiten

Liebe Gemeindeglieder, lieber Leserinnen und Leser!
Intensivbetten für Corona-Patienten stehen leer, während Herzoperationen aufgeschoben werden müssen. Ist das wirklich sinnvoll? Im Diskounter darf ich einkaufen, aber im Elektronikmarkt nicht. Bringt’s das? Ich habe so meine Zweifel.
Über manche der geltenden Regelungen könnte man sich empören. Und so geschieht es in den sozialen Medien auch lauthals. Das sollte man aber nicht. Abgesehen davon, dass die meisten Schreihalse von der Materie wenig Ahnung haben – mich eingeschlossen – ist jetzt die Zeit, eine wichtige christliche Tugend einzuüben, die Demut.

„Wo Hochmut ist, da ist auch Schande; aber Weisheit ist bei den Demütigen“ sagt der weise Salomo (Sprüche 11,2). Demut bedeutet nicht, dass ich meinen Verstand abschalte und mir das Denken verbiete. Demut bedeutet aber einzusehen: Es kann nicht alles nach meinem Willen und auch nicht nach meinen Einsichten laufen. Es ist schändlich, wohlfeil auf „die Politiker“ zu schimpfen, auch wenn sie Entscheidungen treffen, die sich mit einem Jahr Abstand als wenig sinnvoll erweisen könnten. Dagegen ist es weise, mal die eigenen Befindlichkeiten zurück zu stellen und das zu akzeptieren, was diejenigen entschieden haben, die in größerer Verantwortung stehen als wir.

Natürlich ist Demut auch bei den Regierenden nötig. Die mag man hier und da vermissen, und doch ist sie auch zu finden. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat im Bundestag auf eine kritische Anfrage nicht mit pauschalen Selbstrechtfertigungen reagiert, sondern im Blick auf getroffene Entscheidungen gesagt, „dass wir einander viel werden verzeihen müssen“ wenn die Krise vorbei ist, weil wir „viel dazugelernt“ haben werden.
Das ist die andere Seite der Demut, die sich in dem Wort selbst verbirgt: Mut zum Dienen. Demut ist der Mut und die Bereitschaft, seinen Dienst zu tun, auch wenn man dabei Fehler machen könnte und sich der Kritik aussetzt. Ob sich diese Haltung nicht auch aus dem christlichen Glauben speist, zu dem sich der Minister bei anderer Gelegenheit öffentlich bekannt hat? Ich möchte diese Demut jedenfalls (fernab aller Parteipolitik) dankbar anerkennen und mich meinerseits umso mehr in Demut üben. Das soll in diesen Tagen meine Weisheit sein.

In diesem Sinne
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

25.04.2020

Jetzt auch noch Masken tragen. Was bringt mir das?
Hier meine Einladung zu einem Perspektivwechsel:
https://www.youtube.com/watch?v=ZeK_yutG1E0
Passen wir also aufeinander auf.
In diesem Sinne
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

22.04.2020

Warten 2.0. wir sind vorbereitet.

Liebe Gemeindeglieder, lieber Leserinnen und Leser!
über die Chancen des Wartens haben wir vor Ostern schon nachgedacht. „Was Gott an uns tut während wir warten, ist oft wichtiger als das, worauf wir warten“ hatte ich am 8. April zitiert. Jetzt ist eine weitere Herausforderung hinzugekommen. Das Ende des Wartens auf eine Normalisierung des Lebens ist ungewiss geworden. Was wir schon (aber eben auch nur) geahnt haben, ist Wirklichkeit geworden: Weder brachte der 23. April ein Ende der Ausnahmeregelungen, noch sagt uns jemand, wann es so weit sein wird. Das ist schwer auszuhalten! „Augen zu und durch“ funktioniert nicht, wenn man nicht weiß, wie lange man die Augen geschlossen halten muss. Die Nerven werden angespannter, der Ton wird gereizter.

Mir ist in dieser Lage der Psalm 27 wertvoll geworden. Im Gegensatz zu anderen Gebeten, die sich auf konkrete Gefahrensituationen beziehen, beschreibt David hier an vielen verschiedenen Beispielen eher allgemein die Ungewissheit des Lebens. Da tauchen wie aus dem Nichts Menschen auf, die einem ans Leder wollen, und unvorhersehbare Notlagen machen alle Planungen gegenstandslos. Genau für solche Lebenslagen mit unklarem Ausgang formuliert der leiderprobte Mann Gottes: „Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!“ (Ps. 27,14). Mir gefällt das alte Wort „harren“. Es bedeutet mehr als ein passives sich gedulden. Es ist ein ausdauerndes Warten mit Blick auf Gott, den Herrn der Welt und meines Lebens, gerade wenn ich nicht weiß, wie lange ich werde warten müssen. Harren bedeutet: Ich vertraue jetzt erst recht darauf, dass Gott die Dinge zu einem guten Ende führt und dass er mir die Kraft gibt, bis dahin auszuhalten.

Jetzt gilt’s! Es ist die hohe Schule des Wartens. Warten 2.0. gewissermaßen. Als Christen sind wir darauf besser vorbereitet als alle anderen. Vertrauen Sie auf Gott, seien Sie gewiss und singen Sie mit mir „Es liegt Kraft in dem Warten auf den Herrn“: https://www.youtube.com/watch?v=4NFrLa-O-Bo

Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

18.04.2020

Abstand halten – Maß halten

Liebe Gemeindeglieder, lieber Leerinnen und Leser!
 

Ja, wir nehmen die Corona-Krise und die Risiken der Krankheit ernst. Darum unterstützen wir den Weg der Regierung, die Ausbreitung der Krankheit weiter einzudämmen. Aber gerade als Christen sind wir auch darauf vorbereitet, Dinge, die in der öffentlichen Aufmerksamkeit an höchster Stelle stehen, richtig einzuordnen. Der Kollege V. Bergen erinnert in einem Rundschreiben des Lippischen Gemeinschaftsbundes an eine Aussage des christlichen Philosophen C.S. Lewis, die er auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges angesichts der atomaren Bedrohung tätigte: „Es ist lächerlich, klagend und mit langen Gesichtern umherzugehen, nur weil die Wissenschaftler uns eine weitere Möglichkeit zu sterben aufgezeigt haben, in einer Welt, die schon immer unsicher wahr und wo der Tod nicht möglich, sondern gewiss ist.

Ist es nicht so? Corona ist auf seine Weise bisher einzigartig, weile es sich um eine weltweite Pandemie von enormer Ausbreitung handelt. Was diese Krankheit für den Einzelnen mit sich bringt, ist jedoch keineswegs neu. Unser Leben ist immer bedroht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einem Herzinfarkt sterben ist immer noch weit größer, als dass Sie sich mit Covid19 infizieren. Die häusliche Isolation schützt Sie hoffentlich vor Corona, gewiss aber noch mehr davor, morgen bei einem Autounfall zu sterben.

 

„Herr lehre uns, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.“ Das ist eine immer wieder nötige Bitte. Wenn wir sie lange vergessen hatten, ist die aktuelle Krise eine wunderbare Gelegenheit, sie wiederzuentdecken. Nicht, damit wir depressiv, sondern damit wir „klug werden“ und uns auf den Glauben zu besinnen, der uns trägt im Leben und im Sterben. Sprechen Sie dazu doch mal wieder betend die Antwort auf die Frage I in unserem Heidelberger Katechismus. Na, hakt es? Dann lesen Sie hier: https://chrismon.evangelisch.de/spezial/2014/beitraege/frage-1-des-heidelberger-katechismus-0

 

In diesem Sinne
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

16.04.2020

Wahre Religionsfreiheit

Zu der Entscheidung vom 15. April, die Ausgangsbeschränkungen nur sehr moderat zu lockern, kann man unterschiedlicher Meinung sein. Kritik darf geäußert werden! Und ja: neben den gesundheitlichen, sind gewiss auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte zu bedenken. Aus meiner Sicht gibt es aber Argumente gegen strenge Maßnahmen, die wir als Christen nicht gelten lassen können. Allen voran dieses: Es sterben ja fast nur alte Menschen oder solche mit Vorerkrankungen. Was bitteschön soll das denn heißen? Ist es um die dann nicht so schade, oder was? Es zeichnet uns als Christen doch aus, dass wir den Wert des Menschen nach Gottes Vorbild unabhängig von seiner Nützlichkeit und Durchsetzungsfähigkeit bemessen.

Insofern können wir dankbar sein, dass sich unsere Regierungen genau von dieser christlichen Leitlinie lenken lassen. Zu deren Umsetzung gehört auch das anhaltende Versammlungsverbot, welches unsere Gottesdienste einschließt. Das ist wirklich schwer auszuhalten, aber statt zu jammern oder von der gezielten Abschaffung der Religionsfreiheit zu schwadronieren – wie es in den sozialen Medien massenhaft geschieht – sollten wir wahre Religionsfreiheit beweisen. Und wir tun es ja bereits. Wir sind frei davon, die Ausübung des Glaubens auf den gemeinsamen Gottesdienst zu beschränken. Wir sind frei, uns der technischen Möglichkeiten zu bedienen und den Gottesdienst per Internet zu ihnen zu bringen. Wir sind frei, füreinander zu beten, einsame Menschen per Telefon anzurufen, uns aus der ferne gegenseitig zu segnen, die Situation abends um 19.30 Uhr beim Glockengeläut mit gefalteten Händen vor Gott zu bringen, Hauskreis per Videokonferenz zu gestalten und, und, und … Wahre Religionsfreiheit gründet nicht in der Abwesenheit von verboten, sondern darin dass wir unsere Freiheit nützen. Insofern lehrt uns die Krise gerade, mehr Freiheit als je zuvor.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die kommenden Wochen Gelassenheit des Glaubens und christlich motovierten Einfallsreichtum gleichermaßen.
Ihr
Pfr. Rudolf Westerheide

 

 

 

 

11.04.2020

Ostern - all the rest is Rock'n Roll

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher dieser Seite,
der Apostel Paulus und ein Londoner Taxifahrer erinnern uns daran, was die Auferstehung von Jesus für uns bedeutet.

Das ist mein Festtagsgruß für Sie: https://www.youtube.com/watch?v=r-AFoMee2MM

 

In diesem Sinne
frohe und gesegnete Ostern!
Ihr Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

 

08.04.2020

Warten mit Gewinn

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher dieser Seite,

wir warten alle, dass Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbot endlich zuende sind. Dazu einige Gedanken in dem kleinen Video:https://www.youtube.com/watch?v=TJVM8KJcii8

 

Gesegnete Passionstage wünsche ich Ihnen!
Ihr
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

04.04.2020

Sieben Wochen ohne …“

Seit Anfang des Jahres ging ich mit mir zu Rate, worauf ich im Rahmen der Fastenaktion der evangelischen Kirche dieses Jahr verzichten wollte. Süßigkeiten, Alkohol, Nutzung sozialer Medien? Als es langsam ernst wurde und die letzte Schokolade im Haus verzehrt war, wurden meine Überlegungen plötzlich gegenstandslos. Es wurde uns schlichtweg verordnet, worauf wir zu verzichten haben. Auf erste Einschränkungen folgte das Kontaktverbot. Also kein Gottesdienst, keine Umarmung der Freunde, keine Geburtstagsbesuche bei unseren Senioren und kein tröstender Händedruck für Trauernde am Grab ihrer liebsten Menschen.
Der Verzicht auf Facebook & Co dagegen hatte sich erledigt, denn die sozialen Medien sind derzeit mein wichtigstes Arbeitsmittel. Streaming-Gottesdienst, Videokonferenz statt Kirchenvorstandssitzung, Austausch mit den Konfirmanden über WhatsApp.

Ich habe beschlossen, das Kontaktverbot als ein Fasten anzunehmen. Es könnte – etwas zeitversetzt – ungefähr auf sieben Wochen hinauslaufen. Fasten bedeutet ja auf etwas zu verzichten, was eigentlich gut ist, um es dadurch umso mehr schätzen zu lernen und es nachher wieder umso bewusster zu genießen. Und das funktioniert bei mir. Wie selbstverständlich schaute man doch schnell mal bei einem Freund vorbei, traf sich im Restaurant und sammelte sich zum gemeinsamen Bibellesen. Wie selbstverständlich feierten wir die Gottesdienste und ließen den Vormittag beim Kirchcafé ausklingen?!

Alles das fehlt mir, und es wird mir bewusst, wie wichtig es ist, Freundschaft und Gemeinschaft zu pflegen, wenn es wieder möglich sein wird. Insofern liegt für mich in der Krise eine echte Chance. Wie geht es Ihnen damit?

In diesem Sinne: Ich freue mich auf ein Wiedersehen und sende herzliche Segenswünsche.
Ihr Pfr. Rudolf Westerheide

PS Auf Süßigkeiten verzichte ich trotzdem. Irgendwas will ich beim Fasten ja auch selber bestimmen :)

 

 

01.04.2020

Was ist Wichtig?

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher dieser Seite,

statt eines schriftlichen Impulses schicke ich Ihnen heute eine kleine Videobotschaft.
Einfach anklicken: https://www.youtube.com/watch?v=HdyUsYYR5OM

Herzliche Segenswünsche
Ihr 
Pfarrer Rudolf Westerheide

 

 

 

28.03.2020

Vorsicht in christlicher Gelassenheit

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher dieser Seite,

Epidemien gab es schon immer. Wenn auch regional begrenzt, rafften Seuchen aller Art früher wiederkehrend große Teile der Bevölkerung dahin. Das hatte Ausmaße, die nach allem menschlichen Ermessen die Corona-Krise nicht annähernd erreichen wird.

Umso mehr stellte sich damals die Frage, wie Christen sich verhalten sollten. Sich isolieren oder gar flüchten (wer es sich denn leisten konnte) oder im Vertrauen auf Gottes Bewahrung bleiben und die Kranken versorgen?

Als ab 1525 mal wieder für mehrere Jahre die „schwarze Pest“ grassierte, wurde Martin Luther gefragt, wie man sich verhalten sollte. Er gab darauf keine allgemeingültigen Antworten, sondern tat 1527 seine persönliche Überzeugung kund. Ich finde, dass man es für unsere aktuelle Lage nicht besser ausdrücken könnte:

“Ich will Gott bitten, dass er uns gnädig sei und es abwehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen, Orte und Personen meiden, wenn man mich nicht braucht, damit ich mich selbst nicht vernachlässige und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiftet und angesteckt werden und ihnen so durch meine Nachlässigkeit eine Ursache des Todes entsteht … Wenn aber mein Nächster mich braucht, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen …
Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn oder frech ist und auch Gott nicht versucht.“

In diesem Sinne: Passen Sie auf sich auf, schauen Sie wer Hilfe braucht, versäumen Sie nicht, für die Situation zu beten und seien Sie getrost!

Ihr Pfr. Rudolf Westerheide

 

 

 

 

24.03.2020

Gebet – eine Tat gegen die Verzweiflung

Liebe Gemeindeglieder, liebe Besucher dieser Seite,

„Not lehrt beten“ sagt das Sprichwort. Oft ist es schon so gewesen, und möge es auch in der aktuellen Krise so sein. Gebet ist keine Verzweiflungstat, sondern eine Tat gegen die Verzweiflung, weil wir wissen und immer wieder erlebt haben, dass Gott hilft, wenn wir ihn bitten.

Als Einladung zum Gebet läuten in diesen Tagen und Wochen abends um 19.30 Uhr die Kirchenglocken. Wer immer es möglich machen kann, möge dann allein oder in der Hausgemeinschaft die Hände falten. Als Zeichen der Verbundenheit und gegenseitigen Ermutigung können wir eine Kerze gut sichtbar ins Fenster stellen.

Nachfolgend finden Sie einen Gebetstext, der in einem ökumenischen Arbeitskreis vorbereitet wurde. Machen Sie sich diese Worte gerne zu eigen oder nehmen Sie sie als Inspiration für Ihr eigenes, persönliches Gebet.


 

Aus der jetzt notwendigen Distanz grüße ich Sie in Glauben, Hoffnung und Liebe verbunden.

Ihr Pfr. Rudolf Westerheide


 


 

Gute und barmherziger Gott!

In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu dir und werfen alle unsere Sorgen auf dich.

Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen.

Du bleibst uns nahe, auch wenn wir Abstand voneinander halten müssen.

Wir sind bei dir geborgen, selbst wenn wir den Halt zu verlieren drohen.

 

Wir bitten dich:

für alle Menschen, Die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben und erkrankt sind;

für alle Angehörigen, die in tiefer Sorge sind;

für alle Verstorbenen und für die, die um sie trauern;

für alle, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben und um ihre Existenz fürchten.

Sei ihnen allen nahe, gib ihnen neue Hoffnung und Zuversicht,

den Verstorbenen aber schenke das Leben in deiner Fülle.

 

Wir bitten dich:

für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden in den Kliniken, Heimen und Hospizen;

für alle, die Verantwortung tragen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft;

für alle, die uns Tag für Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgen;

für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die den Menschen Gottes frohe Botschaft zusagen.

Sei auch ihnen nahe und schenke ihnen Kraft, Mut und Zuversicht.

 

Wir bitten dich:

für die jungen Menschen unter uns, die Kinder und Jugendlichen, für alle, die um ihre Zukunft fürchten,

für die Familien, die die erzwungene Nähe nicht gewohnt sind,

für alle, die die Betreuung von Kindern und Jugendlichen übernommen haben.

 

Wir bitten dich:

für die Menschen weltweit, deren Gesundheit an jedem Tag gefährdet ist;

für alle, die keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können;

für die Menschen in den Ländern, die noch stärker von der Krankheit betroffen sind.

Sei ihnen allen nahe und schenke ihnen Heilung, Trost und Zuversicht.

 

Auch wir bitten dich für uns selbst:

Lass uns trotz aller Sorgen den Blick für die anderen nicht verlieren und ihnen beistehen.

Mache uns bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und dazu beizutragen, dass andere Menschen nicht gefährdet werden.

Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unsern Gott, der uns tröstet wie eine liebende Mutter und der sich aller annimmt.

Dir vertrauen wir uns an. Dich loben und Preisen wir, heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

Wir beten mit der ganzen Christenheit auf Erden:

Vater unser im Himmel …

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Reformierte Kirchengemeinde Langenholzhausen